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Sonnenblumenöl oder Rapsöl: Was ist gesünder zum Braten?

Zwei Glasflaschen mit Rapsöl und Sonnenblumenöl neben einer heißen Pfanne auf dem Herd, im Hintergrund eine Flasche Beef Tallow

Das Wichtigste in Kürze

Kurz gesagt: Rapsöl schlägt Sonnenblumenöl beim Fettsäureprofil, klar. Aber die Empfehlung beantwortet nicht die Frage nach der heißen Pfanne: Beim wiederholten Erhitzen zählt die Oxidationsstabilität, nicht das Etikett.

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Jan-Lucca Sielski, Gründer und Geschäftsführer von Hero Bites

Gründer & Geschäftsführer von Hero Bites

Was ist gesünder: Rapsöl oder Sonnenblumenöl?

Kurze Antwort: Beim Fettsäureprofil gewinnt Rapsöl, und zwar deutlich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt Rapsöl ausdrücklich das "Öl der Wahl" und einen guten Allrounder in der Küche. Das Bundeszentrum für Ernährung fasst die Bewertung zusammen: Rapsöl hat den geringsten Anteil gesättigter Fettsäuren, einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren, viel Alpha-Linolensäure sowie Vitamin E[1]. Sonnenblumenöl gilt als geschmacklich neutral und beliebt, liefert aber nur wenig Omega-3 und damit insgesamt kein optimales Fettsäurespektrum; die DGE rät deshalb, seltener zu Sonnenblumenöl zu greifen[2].

Das ist keine Randnotiz, sondern die Bewertung des meistgekauften Öls im Land: Raps-, Sonnenblumen- und Olivenöl sind die drei meistverkauften Speiseöle in deutschen Haushalten, allein vom Rapsöl gingen 78 Millionen Liter über die Ladentheken, vom Sonnenblumenöl 60 Millionen Liter. Wenn du also vor dem Regal stehst, entscheidest du zwischen genau diesen beiden Kategorien.

Aber hier kommt der Haken, und der ist der Grund für diesen Artikel: Die Frage "Was ist gesünder?" ist nur die halbe Frage. Die DGE-Empfehlung beantwortet, welches Öl das bessere Fettsäureprofil für die tägliche Ernährung mitbringt. Sie sagt nichts darüber, wie sich das Öl in der heißen Pfanne oder im Frittiertopf verhält. Und genau dort wird die Antwort komplizierter, denn "gesünder im Regal" heißt nicht automatisch "besser beim Braten". Die folgenden Abschnitte legen beide Fragen getrennt auseinander: erst die Fettsäureprofile, dann das Verhalten unter Hitze.

  • Fettsäureprofil: Rapsöl klar im Vorteil, geringster Anteil gesättigter Fettsäuren, viel Alpha-Linolensäure (Omega-3), günstiges Omega-6:Omega-3-Verhältnis[1]
  • Sonnenblumenöl: geschmacksneutral und beliebt, aber mit 48 bis 74 % Linolsäure (Omega-6) und kaum Omega-3 kein optimales Fettsäurespektrum[2]
  • Die offene Frage: Wie verhalten sich beide Öle beim Erhitzen? Das klärt die Profilfrage allein nicht

Wie unterscheiden sich die Fettsäureprofile?

Legt man beide Öle nebeneinander, sieht man schnell, warum die DGE so urteilt. Rapsöl besteht zu rund 30 % aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFAs), durchschnittlich 20 % Linolsäure und 9 % Alpha-Linolensäure, und bringt damit ein Omega-6:Omega-3-Verhältnis von etwa 2:1 mit[1]. Sonnenblumenöl liegt dagegen bei 48 bis 74 % Linolsäure, fast ausschließlich Omega-6, und enthält nahezu kein Omega-3; sein Omega-6:Omega-3-Verhältnis liegt je nach Sorte weit über 100:1[2].

Warum diese Zahl so viel Gewicht hat, hat die Ernährungswissenschaftlerin Artemis Simopoulos in mehreren Reviews aufgearbeitet: Der menschliche Organismus entwickelte sich mit einem Omega-6:Omega-3-Verhältnis von etwa 1:1, westliche Ernährung liegt heute bei 15:1 bis 16,7:1. Ein niedriges Verhältnis ist nach dieser Datenlage wünschenswert, ein sehr hohes begünstigt die Entstehung chronisch-entzündlicher Prozesse[3]. Rapsöl mit rund 2:1 ist unter den Pflanzenölen einer der wenigen Vertreter, die dieses Verhältnis in einen sinnvollen Bereich bringen. Sonnenblumenöl treibt es in die falsche Richtung.

Der zweite Unterschied ist chemischer Natur und wird später beim Thema Hitze wichtig: Mehrfach ungesättigte Fettsäuren besitzen mehrere Doppelbindungen in ihrer Kohlenstoffkette. An genau diesen Stellen kann Sauerstoff angreifen und die Fettsäure oxidieren. Je mehr Doppelbindungen ein Öl also mitbringt, desto reaktionsfreudiger ist es. Sonnenblumenöl mit seinen 63 bis 65 % PUFAs ist damit chemisch gesehen deutlich anfälliger für Oxidation als Rapsöl mit rund 30 %. Das macht beide Öle nicht schlecht, aber es erklärt, warum sie sich unter Hitze unterschiedlich schnell verändern.

MerkmalRapsölSonnenblumenöl
PUFA-Anteilrund 30 % (20 % Linolsäure, 9 % Alpha-Linolensäure)48–74 % Linolsäure
Omega-6:Omega-3-Verhältnisetwa 2:1weit über 100:1
Omega-3 (Alpha-Linolensäure)viel, durchschnittlich 9 %nahezu keins
Doppelbindungen pro Fettsäureweniger, dadurch weniger Angriffsstellen für Sauerstoffviele, dadurch oxidationsempfindlicher

Was ist hitzebeständiger?

Hier trennen sich die Aussagen, die man oft vermischt. Der Rauchpunkt beschreibt die Temperatur, bei der ein Öl sichtbar zu rauchen beginnt. Die Bio-Kontor-Rauchpunkt-Tabelle gibt für raffiniertes Rapsöl etwa 220 bis 240 °C an, für raffiniertes Sonnenblumenöl etwa 225 bis 245 °C. Kaltgepresstes Rapsöl liegt dagegen nur bei etwa 130 bis 190 °C, natives Sonnenblumenöl sogar bei nur etwa 107 °C[4]. Rein auf dem Papier liegen sich raffiniertes Raps- und Sonnenblumenöl also kaum. Warum raffinierte Öle überhaupt höher liegen, erklärt die Raffination: Sie entfernt freie Fettsäuren und flüchtige Bestandteile, die den Rauchpunkt nach unten drücken. Die Stiftung Warentest hält fest, dass sich raffinierte Öle bis etwa 175 Grad problemlos erhitzen lassen[5].

Relevant wird das erst im Vergleich zu dem, was in deiner Küche tatsächlich passiert. Die Verbraucherzentrale nennt als Orientierung für normales Braten 130 bis 140 °C und fürs Frittieren 160 bis 170 °C, und rät, Öle grundsätzlich nicht über 200 Grad zu erhitzen. Beide raffinierten Öle liegen also oberhalb der typischen Brattemperaturen, das ist der Grund, warum sie überhaupt als Bratöle durchgehen.

Aber hier endet die einfache Rechnung. Denn der Rauchpunkt sagt nichts darüber aus, was im Öl passiert, bevor es raucht. Die Bio-Kontor-Übersicht betont, dass Wärme und Sauerstoff die Zusammensetzung eines Öls bereits deutlich unterhalb des Rauchpunkts verändern können, und dass ein hoher Rauchpunkt kein Qualitätsurteil ist, sondern nur der Punkt, an dem sichtbarer Rauch entsteht[4]. Für die Frage "Was ist hitzebeständiger?" heißt das: Auf den Rauchpunkt allein gestützt, unterscheiden sich Raps- und Sonnenblumenöl kaum. Entscheidend ist die Oxidationsstabilität, und die hängt vom Fettsäureprofil ab. Dazu gleich mehr.

ÖlRauchpunkt (raffiniert)Rauchpunkt (kaltgepresst/nativ)
Rapsölca. 220–240 °Cca. 130–190 °C
Sonnenblumenölca. 225–245 °Cca. 107 °C
Typisches Braten (Orientierung)130–140 °C
Typisches Frittieren (Orientierung)160–170 °C

Worauf stützt sich die Rapsöl-Empfehlung?

Die Empfehlung "lieber Raps als Sonnenblume" ist nicht aus dem Bauch heraus gefallen, und man sollte sie ernst nehmen. Sie stützt sich auf eine klare ernährungsphysiologische Bewertung: Die DGE lobt an Rapsöl den geringsten Anteil gesättigter Fettsäuren unter den gängigen Pflanzenölen, einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren, viel Alpha-Linolensäure als lebensnotwendige Omega-3-Fettsäure, Vitamin E und eben das günstige Omega-3-zu-Omega-6-Verhältnis. Rapsöl ist damit aus DGE-Sicht das Öl, das die Versorgung mit ungesättigten Fettsäuren am besten abdeckt, ohne das Omega-6-zu-Omega-3-Gleichgewicht weiter zu verschieben[6].

Sonnenblumenöl bekommt in derselben Quelle ein deutlich nüchterneres Zeugnis ausgestellt: geschmacklich neutral, weit verbreitet in verarbeiteten Lebensmitteln, aber in der Fettsäurezusammensetzung "nicht so ideal" wie Rapsöl[6]. Die Verbraucherzentrale ergänzt die technische Seite: Klassisches Sonnenblumenöl, das nicht aus speziell gezüchteten ölsäurereichen Sorten stammt, enthält weniger Ölsäure als Raps- und Olivenöl und eignet sich deshalb weniger zum Erhitzen. Nur spezielle Bratöle aus High-Oleic-Züchtungen sind für heiße Anwendungen wirklich empfohlen.

Insgesamt ergibt das ein stimmiges Bild, und die Empfehlung ist in ihrem Geltungsbereich absolut richtig: Wenn du ein Öl für die tägliche Ernährung suchst, für Salate, fürs leichte Anbraten, für den Alltag, dann ist Rapsöl die vernünftigere Wahl. Es hat das bessere Fettsäureprofil, mehr Omega-3, ein günstigeres Omega-6:Omega-3-Verhältnis und wird von der DGE ausdrücklich empfohlen. Wir widersprechen dem an keiner Stelle. Interessant wird es erst, wenn man die Frage dreht: nicht "Welches Öl ist gesünder?", sondern "Welches Öl halte ich über längere Zeit heiß?". Denn dafür ist das Fettsäureprofil allein keine ausreichende Antwort.

  • DGE zu Rapsöl: geringster Anteil gesättigter Fettsäuren, viel einfach ungesättigte Fettsäuren, viel Alpha-Linolensäure, Vitamin E, günstiges Omega-3:6-Verhältnis, "Öl der Wahl"[6]
  • DGE zu Sonnenblumenöl: geschmacksneutral, häufig in verarbeiteten Lebensmitteln, Zusammensetzung "nicht so ideal" wie bei Rapsöl[6]
  • Verbraucherzentrale: klassisches Sonnenblumenöl ohne Spezialzüchtung enthält weniger Ölsäure als Raps- und Olivenöl und eignet sich weniger zum Erhitzen

Wo kommt diese Empfehlung an ihre Grenze?

Hier kommt der Kern dieses Artikels. Die Rapsöl-Empfehlung beantwortet die Frage nach dem Fettsäureprofil, nicht die nach dem Verhalten in der heißen Pfanne. Und genau da zeigt sich eine Grenze, die im Regal nicht sichtbar ist: Beide Öle sind PUFA-dominiert. Rapsöl mit rund 30 %, Sonnenblumenöl mit 63 bis 65 %. Der Unterschied zwischen beiden ist real, aber er ändert die Kategorie nicht. Für die Frage, wie sich ein Öl bei wiederholtem, längerem Erhitzen verhält, sind beide in derselben Liga: mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die chemisch mehrere Angriffsstellen für Sauerstoff bieten.

Das ist keine Theorie, sondern gut dokumentierte Forschung. Die Arbeitsgruppe um Martin Grootveld hat in mehreren Studien untersucht, was in PUFA-reichen Bratölen bei Frittier-Temperaturen passiert. In einer Studie mit wiederholten Fritteusepisoden bei 170 °C entstanden in einem PUFA-reichen Sonnenblumenöl messbar relevante Konzentrationen aldehydischer Lipidoxidationsprodukte, und diese Konzentrationen stiegen mit jeder weiteren Frittierrunde weiter an[7]. Die Aldehyde wandern dabei in das Frittiergut ein und landen so in der fertigen Mahlzeit[7]. Das ist der Mechanismus, den man kennen sollte: Oxidation beginnt unterhalb des Rauchpunkts, und sie summiert sich mit jeder Erhitzung.

Der Rauchpunkt ist dabei kein grüner Bereich, sondern ein spätes Warnsignal. Die Bio-Kontor-Übersicht betont, dass sich Geschmack und Zusammensetzung eines Öls bereits vor der sichtbaren Rauchentwicklung verändern können und dass der Rauch kein erstes Anzeichen, sondern ein spätes und unübersehbares Warnsignal ist[4]. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, Öle nicht abkühlen zu lassen und anschließend mehrmals zu erhitzen.

Für die Praxis heißt das: Wenn du gelegentlich ein Ei in der Pfanne brätst, ist Rapsöl eine gute Wahl, und die DGE-Empfehlung trägt das problemlos. Wenn du aber regelmäßig und über längere Zeit heiß frittierst, also genau die Anwendung, für die raffinierte Öle oft empfohlen werden, dann ist die Frage "Raps oder Sonnenblume?" die falsche Frage. Beide sind PUFA-dominiert, beide oxidieren unter anhaltender Hitze, der Unterschied zwischen ihnen ist graduell, nicht kategorial. Die eigentliche Frage lautet dann: Gibt es ein Fett, das von vornherein deutlich weniger PUFAs mitbringt?

  • Beide Öle sind PUFA-dominiert: Rapsöl rund 30 %, Sonnenblumenöl 63–65 %
  • Oxidation beginnt unterhalb des Rauchpunkts, der Rauch ist ein spätes Warnsignal[4]
  • In PUFA-reichem Sonnenblumenöl steigen aldehydische Oxidationsprodukte mit jeder Frittier-Wiederholung weiter an[7]
  • Für wiederholtes Erhitzen ändert der Unterschied zwischen Raps und Sonnenblume die Kategorie nicht

Warum Hero Bites ohne Saatöle arbeitet

Wenn es um wiederholtes, heißes Frittieren geht, entscheidet also die Oxidationsstabilität, nicht das Etikett. Und genau deshalb haben wir einen anderen Weg gewählt, als die Industrie ihn seit Jahrzehnten vorgibt. Statt Pflanzenölen setzen wir auf Bio Grass-Fed Beef Tallow, also Rindertalg aus Weidehaltung, und zwar konsequent, in unseren Chips genauso wie als reines Bratfett. Der Unterschied liegt nicht im Marketing, sondern in der Chemie: Beef Tallow bringt nur 3 bis 4 % instabile mehrfach ungesättigte Fettsäuren mit, gegenüber 63 bis 65 % in Sonnenblumenöl[8]. Das ist keine Nuance, das ist eine andere Kategorie.

Dazu kommt der Rauchpunkt: Unser Bio Premium Beef Tallow liegt bei etwa 250 °C und damit deutlich über den 160 bis 170 °C, bei denen die Verbraucherzentrale Frittieren ansiedelt. Und auch das Omega-6:Omega-3-Verhältnis von rund 1,4:1 liegt in einem Bereich, den die Forschung um Simopoulos als wünschenswert beschreibt. Alles bio-zertifiziert, alles ohne Seedoil.

Konkret heißt das für dich: Wenn du Chips ohne Sonnenblumenöl suchst, sind unsere Hero Bites Pure Salt Chips mit genau 3 Zutaten, frittiert in Bio Grass-Fed Beef Tallow, die Antwort. Wenn du selbst in der Küche frittierst oder braten willst, ohne dabei auf ein PUFA-reiches Öl zurückzugreifen, ist unser Hero Bites Premium Beef Tallow das Bratfett dafür. Beide Produkte findest du in unserem Shop, und auf unserer FAQ beantworten wir die häufigsten Fragen zu Zutaten, Bio-Zertifizierung und Lagerung.

Wir sagen nicht, dass Rapsöl schlecht ist. Wir sagen, dass die Frage "Raps oder Sonnenblume?" die falsche Frage ist, wenn es um heißes, wiederholtes Frittieren geht. Die richtige Frage ist: Wie viel instabile Fettsäuren bringe ich in die Pfanne? Und da ist die Antwort bei einem tierischen Fett aus Weidehaltung einfach eine andere als bei jedem Pflanzenöl.

Häufig gestellte Fragen

Was ist gesünder: Rapsöl oder Sonnenblumenöl?

Beim Fettsäureprofil gewinnt Rapsöl: Es enthält viel Alpha-Linolensäure (Omega-3), Vitamin E und ein günstiges Omega-6:3-Verhältnis von etwa 2:1. Sonnenblumenöl besteht zu 63-65 % aus der Omega-6-Fettsäure Linolsäure und enthält fast kein Omega-3. Die DGE nennt Rapsöl ausdrücklich das 'Öl der Wahl'.

Warum wird Rapsöl empfohlen und Sonnenblumenöl nicht?

Rapsöl hat den geringsten Anteil gesättigter Fettsäuren, viel einfach ungesättigte Fettsäuren und ein günstiges Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren. Sonnenblumenöl gilt als geschmacklich neutral, aber die Zusammensetzung der Fettsäuren ist laut DGE 'nicht so ideal' wie bei Rapsöl.

Was ist hitzebeständiger: Rapsöl oder Sonnenblumenöl?

Raffiniert liegen beide eng beieinander: Rapsöl ca. 220-240 °C, Sonnenblumenöl ca. 225-245 °C Rauchpunkt. Kaltgepresst fällt der Unterschied deutlich zugunsten von Rapsöl aus (ca. 130-190 °C vs. ca. 107 °C). Wichtiger als der Rauchpunkt ist die Oxidationsstabilität, und hier sind beide Öle als PUFA-reiche Öle anfällig.

Kann man mit Sonnenblumenöl braten?

Raffiniertes Sonnenblumenöl verträgt das Braten bei 130-140 °C grundsätzlich. Die Verbraucherzentrale weist aber darauf hin, dass klassisches Sonnenblumenöl ohne Spezialzüchtung weniger Ölsäure enthält als Raps- und Olivenöl und sich daher weniger zum Erhitzen eignet. Für die heiße Küche sind spezielle High-Oleic-Bratöle gedacht.

Ist kaltgepresstes Rapsöl zum Braten geeignet?

Nur bei moderater Hitze. Kaltgepresstes Rapsöl hat je nach Qualität einen Rauchpunkt von etwa 130-190 °C und verträgt daher kein scharfes Anbraten. Raffiniertes Rapsöl liegt bei ca. 220-240 °C und ist der bessere Allrounder für die heiße Küche.

Darf man Speiseöl mehrfach erhitzen?

Davon wird abgeraten. Mit jedem Erhitzungszyklus nehmen freie Fettsäuren und Abbauprodukte zu, der Rauchpunkt sinkt. Die Forschung von Grootveld zeigt, dass in PUFA-reichem Sonnenblumenöl aldehydische Lipidoxidationsprodukte entstehen und mit jeder Frittier-Wiederholung zunehmen.

Welches Fett ist am besten zum Frittieren geeignet?

Entscheidend ist eine hohe Oxidationsstabilität, nicht nur ein hoher Rauchpunkt. Frittiert wird real bei 160-170 °C. Grass-Fed Beef Tallow kombiniert einen Rauchpunkt von 250 °C mit nur 3-4 % instabilen PUFAs und einem Omega-6:3-Verhältnis von etwa 1,4:1, während Raps- und Sonnenblumenöl beide PUFA-dominiert sind.

Quellen

  1. [1]bzfe.de
  2. [2]bzfe.de
  3. [3]pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  4. [4]biokontor.de
  5. [5]test.de
  6. [6]dge.de
  7. [7]pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  8. [8]theconsciouslife.com
  9. [9]pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  10. [10]oekotest.de
  11. [11]pubmed.ncbi.nlm.nih.gov

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